Fauna
Heute Mittag, als ich zur Bushaltestelle lief, sah ich zu spät einen riesigen, dicken, braunen Kampfhund, der an der kleinen Umzäunung einer so genannten Baumscheibe saß und just in dem Moment zum Sprung ansetzte, als ich an ihm vorbeiging. Ich, und das gebe ich hier offen zu, erschrak mich fast zu Tode. Ich mag keine Hunde. Überhaupt keine. Sie sind laut, sie stinken und sie sind unselbstständig. Angst habe ich auch vor ihnen. Jeder noch so glückliche Hundebesitzer kann mir erzählen, was er will, er wird mich nicht davon überzeugen, dass es auch freundliche Hunde gibt. Von mir aus mögen sie nett sein, aber dann sollen sie andere Menschen damit behelligen und nicht mich. Ich mag sie einfach nicht.
Der dicke Kampfhund, der heute beinahe mein Herz zum Stillstand brachte, war zum Glück an der Baumscheibenumzäunung angebunden und verfehlte so knapp meine Wade. Ich hatte also Glück. Weniger Glück hatte vor kurzem ein Schäferhund auf dem als solchem ausgewiesenen Hundeplatz in der Hasenheide, durch die ich eines schönen Samstags spazierte. Dem Spaziergang vorangegangen war der Besuch eines kleinen Marktes, auf dem die Anzahl der recht jungen Kinder die der biologisch gezogenen Kartoffeln nur knapp unterschritt und an den ein Spielplatz angrenzte, auf dem die Eltern entweder zwischen ihren Kindern im Sand saßen oder auf den Bänken glückliche Bratwurst aßen. Der Hundeplatz in der Hasenheide mutete danach noch seltsamer an er als das ohnehin schon getan hätte. Aber zurück zum Schäferhund. Lustig jagte er über den Platz, den ich aus sicherem Abstand und hinter einem beschützenden Zaun stehend beobachtete. Doch er tat dies nicht lange, dann kam ein kleiner weißer Hund, der wie eine überdimensionierte Ratte aussah, und brachte ihn zu Fall. Der Schäferhund jaulte, seine Besitzerin schrie, der Rattenhundbesitzer musste seine lässige Haltung aufgeben und seine locker sitzende Schirmmütze festhalten, als er versuchte, sein Tierchen, das sich in den Bauch des Schäferhundes verbissen hatte, zur Raison zu bringen. Ich ging dann weg.
Zwischen Hunden, zumindest denen in der Großstadt und Ratten scheint ohnehin eine recht starke, nun ja, Anziehungskraft wenn nicht gar Symbiose zu bestehen. Vor nicht langer Zeit auf dem abendlichen Heimweg lief ein junger Mann vor mir auf dem Bürgersteig, der ein dem bereits erwähnten weißen Nagetierhund nicht unähnliches Modell mit sich führte. Sicherheitshalber Abstand haltend wurde ich Zeugin, wie der junge Mann plötzlich laut pfiff, was mich ein wenig verwunderte, da er seine Wohnungsratte ja an der Leine führte, als plötzlich ein zweiter, weitaus größerer Hund aus einem am Straßenrand stehenden Busch sprang. Ich hörte es quieken. Der Hund drehte sich zu mir um. Im Maul hatte er eine enorme Ratte, die noch ein wenig zappelte.
Erwähnte ich schon, dass ich Hunde nicht besonders gut leiden kann?
(Würde ich besser mit ihnen klarkommen, ich würde einen Kampfhundverleih an einem großen Eingang einer großstädtischen Parkanlage etablieren. Eine Stunde mit Kampfhund rumlaufen 30 Euro. Würde bestimmt funktionieren.)
Der dicke Kampfhund, der heute beinahe mein Herz zum Stillstand brachte, war zum Glück an der Baumscheibenumzäunung angebunden und verfehlte so knapp meine Wade. Ich hatte also Glück. Weniger Glück hatte vor kurzem ein Schäferhund auf dem als solchem ausgewiesenen Hundeplatz in der Hasenheide, durch die ich eines schönen Samstags spazierte. Dem Spaziergang vorangegangen war der Besuch eines kleinen Marktes, auf dem die Anzahl der recht jungen Kinder die der biologisch gezogenen Kartoffeln nur knapp unterschritt und an den ein Spielplatz angrenzte, auf dem die Eltern entweder zwischen ihren Kindern im Sand saßen oder auf den Bänken glückliche Bratwurst aßen. Der Hundeplatz in der Hasenheide mutete danach noch seltsamer an er als das ohnehin schon getan hätte. Aber zurück zum Schäferhund. Lustig jagte er über den Platz, den ich aus sicherem Abstand und hinter einem beschützenden Zaun stehend beobachtete. Doch er tat dies nicht lange, dann kam ein kleiner weißer Hund, der wie eine überdimensionierte Ratte aussah, und brachte ihn zu Fall. Der Schäferhund jaulte, seine Besitzerin schrie, der Rattenhundbesitzer musste seine lässige Haltung aufgeben und seine locker sitzende Schirmmütze festhalten, als er versuchte, sein Tierchen, das sich in den Bauch des Schäferhundes verbissen hatte, zur Raison zu bringen. Ich ging dann weg.
Zwischen Hunden, zumindest denen in der Großstadt und Ratten scheint ohnehin eine recht starke, nun ja, Anziehungskraft wenn nicht gar Symbiose zu bestehen. Vor nicht langer Zeit auf dem abendlichen Heimweg lief ein junger Mann vor mir auf dem Bürgersteig, der ein dem bereits erwähnten weißen Nagetierhund nicht unähnliches Modell mit sich führte. Sicherheitshalber Abstand haltend wurde ich Zeugin, wie der junge Mann plötzlich laut pfiff, was mich ein wenig verwunderte, da er seine Wohnungsratte ja an der Leine führte, als plötzlich ein zweiter, weitaus größerer Hund aus einem am Straßenrand stehenden Busch sprang. Ich hörte es quieken. Der Hund drehte sich zu mir um. Im Maul hatte er eine enorme Ratte, die noch ein wenig zappelte.
Erwähnte ich schon, dass ich Hunde nicht besonders gut leiden kann?
(Würde ich besser mit ihnen klarkommen, ich würde einen Kampfhundverleih an einem großen Eingang einer großstädtischen Parkanlage etablieren. Eine Stunde mit Kampfhund rumlaufen 30 Euro. Würde bestimmt funktionieren.)
Mlle Händel - 31. Aug, 00:30
Ole (Gast) - 31. Aug, 19:42
Ich habe kein besonderes Verhältnis zu Hunden, aber der Stundenlohn klingt reizvoll. Worauf ich mich da allerdings nur einließe... ;)
antworten
viktorhaase - 1. Sep, 15:21
ich
finde hunde ja auch nur so mittel. kampfhunde finde ich wiederum ganz zu hundertprozent für`n arsch und zwar nicht, weil die gefährlich sind, sondern weil die so unglaublich scheiße aussehen.
Ole (Gast) - 1. Sep, 16:05
I'll take cats instead.
Mlle Händel - 1. Sep, 17:58
Ich auch.
Und abgesehen davon, dass Kampfhunde durch die Bank widerlich anzuschauen sind, finde ich die Vorstellung, dass sie mit ihren völlig degenerierten Hirnen ihre Zähne in irgendwas anderes Lebendiges schlagen wollen, auch ganz besonders abscheulich.
Und abgesehen davon, dass Kampfhunde durch die Bank widerlich anzuschauen sind, finde ich die Vorstellung, dass sie mit ihren völlig degenerierten Hirnen ihre Zähne in irgendwas anderes Lebendiges schlagen wollen, auch ganz besonders abscheulich.
undundund - 1. Sep, 23:39
sie sollten mal in die politik gehen und da was bewegen. hunde betreffend, mlle.
--> ich war ja mal in amerika, da konnte ich folgendes sehen: in amerika, da gibt es schilder, also in new york jetzt, wo drauf steht (sinngemäß): wenn sie den hundedreck nicht flotti wegmachen, kostet sie das 200 $, mal angenommen, ein polizei-mensch sieht das. was ich also sah war folgendes: eine oma von, sagen wir: siebzig, achtzig jahren mit ihrem kleinen hund, und der hund musste wohl was falsches gegessen haben, magenverstimmung höchstwahrscheinlich, jedenfalls: zum wegmachen wäre ein wischmop von nöten gewesen.
der gesichtsausdruck der alten dame war sehr interessant.
--> ich war ja mal in amerika, da konnte ich folgendes sehen: in amerika, da gibt es schilder, also in new york jetzt, wo drauf steht (sinngemäß): wenn sie den hundedreck nicht flotti wegmachen, kostet sie das 200 $, mal angenommen, ein polizei-mensch sieht das. was ich also sah war folgendes: eine oma von, sagen wir: siebzig, achtzig jahren mit ihrem kleinen hund, und der hund musste wohl was falsches gegessen haben, magenverstimmung höchstwahrscheinlich, jedenfalls: zum wegmachen wäre ein wischmop von nöten gewesen.
der gesichtsausdruck der alten dame war sehr interessant.
Mlle Händel - 2. Sep, 01:41
Ja, wenn man schon einen Hund hat, dann muss man halt mit Wischmop spazierengehen. Und ich geh nicht in die Politik. Ich warte darauf, dass eines Tages alle Hunde sich gleichzeitig einfach so in Luft auflösen.
(Außer dem lustigen antiautoritär erzogenen mit den Fledermausohren, der immer im Nachbarhof seiner Besitzerin wegläuft. Der trägt beim täglichen Auf-dem-Fensterbrett-sitzen zu meiner Erheiterung bei. Aus der Ferne, versteht sich.)
(Außer dem lustigen antiautoritär erzogenen mit den Fledermausohren, der immer im Nachbarhof seiner Besitzerin wegläuft. Der trägt beim täglichen Auf-dem-Fensterbrett-sitzen zu meiner Erheiterung bei. Aus der Ferne, versteht sich.)